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Visualisieren

Visualisieren - Wie funktioniert das?

Ein Beitrag von Vanessa

Die Großhirnrinde, die im Gehirn den meisten Platz einnimmt, ist für die Informationsverarbeitung zuständig, sie besteht aus zwei Hälften, die unterschiedliche Funktionen haben. Die dominante Hälfte, im allgemeinen die linke, hat mit Logik, Sprache und Mathematik zu tun, die rechte gilt als Sitz von Imagination, Kreativität und Intuition.

Das Visualisieren regt erwiesenermassen die bei westlichen Menschen oft unzureichend genutzte rechte Hälfte an. Möglicherweise "schickt" das Erzeugen geistiger Bilder Botschaften von der Großhirnrinde zum autonomen Nervensystem - das "unwillkürlich" automatische Körperprozesse steuert, z.B. Herzschlag, Verdauung, Körpertemperatur - und, via Hirnanhangdrüse, auch zum Hormonsystem. Wie die Vorstellungskraft diese Prozesse beeinflusst, ist nicht klar.

Visualisierung - Aus medizinischer Sicht

Auch wenn die Geist - Körper - Verbindung wissenschaftlich noch nicht erklärt werden kann, zeigen Studien, dass das Visualisieren eine wertvolle Technik zum Stressabbau ist.

Visualisieren, Entspannung, Gesundheit Foto: ©  Jürgen Fälchle @ Fotolia

Wenn die Vorstellungskraft zur Beeinflussung dieser automatischen Prozesse eingesetzt wird, findet der Körper offenbar Möglichkeiten, Schmerzen und Krankheiten zu überwinden.

Die meisten Ärzte akzeptieren, dass das Visualisieren der Gesundheit gut tut, weil es Entspannung fördert und Stress abbaut. Viele geben auch zu, dass eine positive Einstellung zum Krankheitsverlauf die Wirksamkeit anderer Therapien verbessern kann.

Aktives und passives Visualisieren

Die erste Möglichkeit ist die passive bzw. rezeptive Visualisierung. In entspannter Verfassung lässt der Patient/Klient ein Bild in sich aufsteigen, dass in allen Einzelheiten untersucht wird, einschließlich der mit ihm assoziierten Sinneswahrnehmung wie Düfte und Töne. Dies kann Hinweise auf unbewusste emotionale Probleme aber auch Lösung geben und die Selbsterkenntnis fördern.

Die zweite Variante ist das aktive Visualisieren. Dabei wählen Sie ein Bild, dass direkt mit einem bestimmten emotionalen oder körperlichen Problem zu tun hat und konzentrieren sich darauf. Wenn Sie z.B. gestresst sind, sorgt es für Entspannung, sich ruhige, friedliche Szenen auszumalen.

Beim aktiven Visualisieren können Sie jedoch noch sehr viel weiter gehen. Sie können sich z.B. vorstellen, dass in Ihrem Körper ein Kampf stattfindet, an dem Sie sich aktiv beteiligen. Krebspatienten etwa können sich als weiße Blutkörperchen sehen, die gegen die Krebszellen zu Felde ziehen und am Schluss triumphierend miterleben, wie der besiegte Feind den Körper verlässt. So können Sie Ihrer Gesundheit gutes tun.

Herzlichst,
Vanessa

Diese Methode wirkt ausschliesslich unterstützend. Sie ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Laufende Behandlungen sollten weder unterbrochen noch abgebrochen werden!

Foto: © Jürgen Fälchle @ Fotolia

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