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Suizidgefahr

Hilfe bei Suizidgefahr

Ein Beitrag von Vanessa

Androhung von Suizid sollte in jedem Fall immer ernst genommen werden, selbst wenn man aus den Zusammenhängen heraus davon ausgehen kann, dass dies tatsächlich nur eine Drohung ist, um eine andere Person unter Druck zu setzen oder jemandem ein schlechtes Gewissen zu vermitteln. Hier sollte man dann durchaus überlegen, wie man dieser Person weiterhelfen kann.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Ein Problem ist oftmals, dass Hilfe bei Suizidgefahr nachts oder an Wochenend- und Feiertagen gebraucht wird. Hier leider die Anzahl der Ansprechpartner etwas eingeschränkt ist. Man sollte in einer Krisensituation allerdings nicht darauf warten, dass die Zeit endlich rumgeht und man einen Arzt konsultieren kann. Wie wäre es mit dem besten Freund oder der besten Freundin? Wenn man sich vor seinem Umfeld nicht entblössen möchte, dann kann auf unabhängige Berater zurückgreifen, die meistens auch am Wochenende, an Feiertagen und nachts zu erreichen sind.

Erste Hilfe bei Suizidgefahr kann man durch einfaches Zuhören bieten. Wird man mit solch einer Situation konfrontiert, gibt es leider kein Patentrezept für eine Lösung. Man sollte sich Zeit nehmen, zuhören, geduldig sein, Verständnis zeigen und der betreffenden Person vermitteln, dass man das Problem und die Person selbst sehr ernst nimmt und auf jeden Fall versucht zu helfen, so gut es eben geht.

Hilfe bei Suizidgefahr - die helfende Hand

Für viele Betroffene heißt es sich überwinden zu müssen, wenn sie sich jemandem offenbaren. Sie schämen sich, fühlen sich schwach und minderwertig. Doch tatsächlich ist es Stärke, diesen ersten Schritt zu tun. Ein Suizidgefährdeter will eigentlich nichts anderes, als sich mitteilen und ein offenes Ohr finden, wagt aber meist nur zögerlich diesen ersten Schritt. Er weiss eigentlich auch, was zu tun ist, fühlt sich aber in diesem Moment nicht in der Lage dazu.

Hilfe bei Suizidgefahr, Suizid,Zuhören Foto: ©  Amir Kaljikovic @ Fotolia

Hier kann ein liebevolles Gespräch oder auch nur ein offenes und urteilsfreies Zuhören die passende Hilfe bei Suizidgefahr sein, die der Betroffene benötigt. Man sollte kurz in sich hineinhören, mit welchem Gedanken man sich wohl fühlt. Das Gespräch mit Familie oder Freunden zu suchen oder lieber jemand Aussenstehenden anzusprechen. Es gibt eine Vielzahl von Beratern oder Therapeuten, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

Sie sind in aller erster Linie nur Zuhörer, wenn der Wunsch besteht, gehen sie natürlich auch in den direkten Dialog. Basis hierbei ist immer Objektivität, frei von Vorurteilen, keine Ratschläge oder Überredungsversuche, sondern einfach nur das Dasein für den Betroffenen. Oftmals wird alleine schon dadurch der Stein ins Rollen gebracht und der Betroffene beginnt das Problem mit anderen Augen zu sehen und schöpft wieder neue Hoffnung und Kraft. Suizid ist keine Lösung! Es gilt das Leben zu entdecken und zu leben.

Ihre Vanessa

Foto: © Amir Kaljikovic @ Fotolia

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